Freitesten

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Welche Regeln gelten für die Isolierung bzw. die Quarantäne?

Enge Kontaktpersonen sollten sich bereits direkt nach Bekanntwerden der eigenen Exposition zu einem bestätigtem SARSCoV-2-Fall selbstverantwortlich schon vor der Anordnung durch das Gesundheitsamt in Quarantäne begeben und auch ihre eigenen engen Kontakte außerhalb des Haushalts informieren. Dies liegt daran, dass die Inkubationszeit sehr kurz sein kann und eine Ansteckung anderer auch erfolgen kann, wenn man selbst bereits infiziert ist, aber noch keine Symptome hat.

Für alle endet die Isolierung bzw. die Quarantäne in der Regel nach 10 Tagen.

Gerechnet für symptomatische Fälle ab Symptombeginn, für asymptomatische Fälle ab dem Tag der Probeentnahme. Für Kontaktpersonen ist der erste volle Tag der Quarantäne der Tag nach dem letzten Kontakt zum bestätigten COVID-19-Fall.

Es besteht die Möglichkeit, sich nach einer nachgewiesenen Infektion unter der Voraussetzung von 48 h Symptomfreiheit oder als Kontaktperson mit einem frühestens nach sieben Tagen abgenommenen PCR– oder zertifizierten Antigen-Schnelltest, der durch das Paul-Ehrlich-Institut festgelegten Mindestkriterien erfüllt, „frei zu testen“ (mit Nachweis; eine Testung im Rahmen der Arbeitgebertestung ist dafür nicht ausreichend). Damit wird auch den Herausforderungen für die kritische Infrastruktur Rechnung getragen. Da auch nach Tag 10 noch Übertragungen der Infektion erfolgen können, wird im Anschluss an die Beendigung der Isolierung bzw. Quarantäne bis zum 14. Tag nach Symptombeginn (Entisolierte), letztem Kontakt mit dem infektiösen Fall (Kontaktpersonen) bzw. Symptombeginn des Primärfalles im Haushalt (Haushaltskontaktpersonen) eine Kontaktreduktion und das kontinuierliche Tragen einer medizinischen Maske im Kontakt mit anderen Personen empfohlen. Kontaktpersonen sollen sich selbst beobachten; sollten innerhalb dieser 14 Tagen Symptome auftreten, die mit einer COVID-19-Erkranklung vereinbar sind, ist sofort eine Selbst-Isolierung durchzuführen.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder (z.B. in Schule, Hort, Kita) kann die Quarantäne nach 5 Tagen bei anschließender Testung mittels Antigen-Schnelltest mit der erforderlichen Mindestqualität oder PCR-Test, jeweils mit Nachweis enden, sofern sie in eine serielle Teststrategie eingebunden sind. Für alle übrigen Kinder sollen Isolierung oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden, wenn sie sich nicht vorher “freitesten” lassen. Das geht allgemein nach sieben Tagen, wenn entweder ein negativer PCR– oder Antigen-Schnelltest mit der erforderlichen Mindestqualität vorgezeigt werden kann.

Die Isolierungsdauer von Patientinnen/Patienten im stationären Bereich und von Bewohnerinnen/Bewohnern von Pflegeheimen kann sich unterscheiden: www.rki.de/covid-19-entisolierung-stationaer.

Für wen gelten Ausnahmen von der Quarantäne?

Diejenigen Kontaktpersonen, die eine Auffrischimpfung vorweisen können, sind von der Quarantäne ausgenommen. Dazu sind insgesamt drei Impfungen erforderlich (auch bei jeglicher Kombination mit COVID-19 Vaccine Janssen (Johnson & Johnson).

Dies gilt auch für vergleichbare Gruppen:

  • Geimpfte Genesene: Geimpfte mit einer Durchbruchsinfektion oder Genesene, die eine Impfung im Anschluss an die Erkrankung erhalten haben.
  • Personen mit einer zweimaligen Impfung, ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung bis zum 90. Tag nach der Impfung.
  • Genesene: ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag ab dem Datum der Abnahme des positiven Tests.

Eine einmalige Impfung mit der COVID-19 Vaccine Janssen (Johnson & Johnson) begründet keine Ausnahme von der Quarantäne. Alle Angaben beziehen sich auf in der Europäischen Union zugelassene Impfstoffe.

Durch welche Tests kann man sich nach der Quarantäne- und Isolierungszeit freitesten?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) listet eine Marktübersicht der Antigen-Schnelltests auf, die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das PEI führt zusätzlich stichprobenhaft eine vergleichende Bewertung von Antigen-Schnelltests im Labor durch. Entsprechend überprüfte evaluierte Antigentests sind hier veröffentlicht.

Erkennen die hochwertigen Antigentests auch die Omikron-Variante?

Aus ersten Untersuchungen, in denen der Einfluss verschiedener besorgniserregender Varianten VOC auf die Sensitivität der Antigen-Schnelltests getestet wurde (Bekliz et al., 2021; RIVM, 2021; Statens Serum Institut, 2022), zeigt sich bisher kein grundsätzlicher Unterschied bei der Erkennung, so dass aktuell von einer Tauglichkeit dieser Tests auch bei Omikron ausgegangen wird. Für eine differenziertere Aussage sind weitere Untersuchungen erforderlich, die das PEI derzeit durchführt. Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse können die bereits vom PEI evaluierten Tests im Hinblick auf Omikron bewertet werden und soweit aufgrund der Ergebnisse angezeigt, von der BfArM-Liste gestrichen werden.

Ist eine Freitestung mit einem Antigentest ausreichend oder sollten PCR-Testungen bevorzugt werden?

PCR-Testungen sollten für eine Freitestung in erster Linie dann zum Einsatz kommen, wenn eine hohe Sicherheit notwendig ist – bei einer Beschäftigung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Wiedereingliederungshilfe ist die PCR-Testung nach überstandener Infektion obligatorisch. Für alle anderen Bereiche ist auch ein negativer Antigentest ausreichend.

Durch welche Tests kann man sich nach der Quarantäne- und Isolierungszeit freitesten?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) listet eine Marktübersicht der Antigen-Schnelltests auf, die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das PEI führt zusätzlich stichprobenhaft eine vergleichende Bewertung von Antigen-Schnelltests im Labor durch. Entsprechend überprüfte evaluierte Antigentests sind hier veröffentlicht.

Stand: 14.03.2022
Quelle: Bundesgesundheitsministerium
Wir haften nicht für Änderungen an den Regelungen.